Mein erster Webmontag in Stuttgart

5. Oktober 2010 — Leave a comment

Gestern Abend war ich das erste Mal bei einem Webmontag in Stuttgart. Wir waren zu Gast bei Coworking0711 und unterhielten uns über Trip- und Event-Seiten, das Barcamp, den Blog Action Day, GTUG Campout und Diaspora.

Auf dem Weg zum Coworking Space bin ich der beginnenden Montagsdemo gegen Stuttgart21 ausgewichen und kam gegen 19 Uhr an. Anfangs waren nur wenige Teilnehmer da und es dauerte auch einige Zeit bis kurz vor 19:30 Uhr knapp 20 Teilnehmer den Raum füllten.

Im Vorfeld wurde erstaunlich wenig gesprochen und eine Vorstellungsrunde fand auch nicht statt. Wir einigten uns noch kurz auf #wmstgt als Hashtag und dann ging es auch schon mit den Vorträgen los.

Trips & Events

Weil Nokia angekündigt hat Dopplr nicht mehr weiterzuentwickeln, hat sich Dirk Haun Alternativen zu Trip- und Event-Seiten angesehen. Im Gespräch waren TripIt, Upcoming, Lanyrd, die Ticketing Systeme Amiando und Eventbrite und natürlich die „klassischen“ Plattformen Facebook und Xing.

Die darauffolgende Diskussion ging eher über die Planung von Events mit Hilfe der sozialen Netze. Richtig einigen konnten wir uns aber nicht. Facebook dominiert zwar, aber je nach Zielgruppe kann jede Alternative seine Nische finden.

Barcamp Stuttgart 3

Jan Theofel stellt uns danach seinen Rückblick auf das dritte Barcamp in Stuttgart vor. Er ging auf die verschiedenen Aspekte der Vorbereitung des Barcamps ein, brachte einige interessante Statistiken (Frauenquote nur 12%) und lobte das Literaturhaus als gut geeigneten Veranstaltungsort.

Etwas kritisch sieht Jan die Situation der Sponsoren. Welche zu finden fällt zwar relativ leicht, aber einen unmittelbaren Vorteil ziehen nur wenige daraus. Das liegt laut Jan stark daran, dass wenige Blogger die Sponsoren namentlich aufführen oder gar verlinken. Allerdings sieht er da auch noch Verbesserungspotential bei der Organisation.

Einen kleinen Vorgeschmack auf nächstes Jahr gab uns Jan auch noch. Das Literaturhaus wird wahrscheinlich wieder der Veranstaltungsort, es soll ein Special ähnlich der Massage vom vorletzten Barcamp gaben und eventuell wird auch eine Art Erkundungstour durch Stuttgart angeboten.

Daniel Schmid zeigte uns noch ein paar Fotos und ging zum nächsten Thema über.

Blog Action Day 2010 – Water

Der Blog Action Day findet jedes Jahr statt. Ziel ist, dass möglichst viele Blogger gleichzeitig über ein und dasselbe Thema schreiben. Die Themen sind üblicherweise von globaler Bedeutung und weisen auf einen Missstand hin. Dieses Jahr soll am 15. Oktober über Wasser gebloggt werden. Warum erklärt folgendes Video.

Stille Post beim GTUG Campout

Der nächste Vortragende war Thomas Bachmann, der mit uns Stille Post einmal anders spielen wollte. Beim diesjährigen Campout der Google Technology User Groups (GTUG) war für ein Wochenende HTML5 das große Thema. Jede Usergroups sollte möglichst viele der neuen Möglichkeiten möglichst eindrucksvoll in einem Projekt verwenden. Die Stuttgarter entschieden sich dafür Stille Post leicht abzuändern, es mit Zeichnen zu verbinden und daraus ein Online-Spiel zu machen.

Das ganze hörte sich ganz witzig an, auch wenn die live Demo zusammen mit Markus Knittig nicht so richtig funktionierte. Der Vorführeffekt war auf einige Neuerungen vom Wochenende zurückzuführen. Trotzdem konnten wir einen guten Eindruck davon bekommen und auf stillepost.knittig.de steht die aktuellste, hoffentlich fehlerbereinigte Version zum Ausprobieren bereit.

Diaspora

Die letzte Diskussion, bei der ich anwesend war, drehte sich um Diaspora. Thomas hat es sich installiert um es zu testen. Sein erster Eindruck war erwartungsgemäß schlecht. Die Installation war schwierig, weil Diaspora auf Ruby on Rails basiert und auch sonst viele noch exotische Komponenten einsetzt. Da das Netzwerk eigentlich erst wirklich effektiv wird, wenn möglichst viele Server existieren, hilft die aufwendige Installation sicher nicht.

Großes Interesse bestand auch an der Technologie und den Protokollen im Hintergrund. Leider konnte Thomas uns keine gesicherten Informationen geben. Im Internet war aber die Verwendung eines eigenen Protokolls einer der Hauptkritikpunkte.

Positiv ist dagegen, dass Diaspora es mit den zentral eingesetzten „Aspekten“ eine Funktion zur Verwaltung unterschiedlicher Freundeskreise zur Verfügung stellt. Ebenfalls gut angekommen ist die geplante Möglichkeit seine Daten von einem Server später vollständig auf einen anderen zu migrieren.

Leider war für mich an diesem Punkt Schluss. Ich musste kurz nach 21:00 Uhr gehen, weil ich sonst meinen Zug verpasst hätte. Es war ein interessanter Abend und ich freue mich auf den nächsten Webmontag am 13. Dezember.

No Comments

Be the first to start the conversation.

Kommentar verfassen