Review: Making Ideas Happen von Scott Belsky

12. September 2011 — Leave a comment

Das größte Problem vieler kreativen Köpfe ist es ihre Ideen in geordnete Bahnen zu lenken und sie wirklich umzusetzen. Scott Belsky schafft in seinem Buch Making Ideas Happen genau dafür Abhilfe. Als früherer Mitarbeiter von Goldmann, Sachs & Co. und Gründer und CEO von Behānce, der Firma hinter einer der größten Online-Plattform für Kreative, kann er dabei viele seiner eigenen Erfahrungen einbringen.

Nach der Einleitung ist Making Ideas Happen in drei Kapitel gegliedert, die sich auf etwas über 200 Seiten der Organisation und Ausführung von Ideen, der Community rund um ein Projekt und der Führung des Teams widmen.

Behānce’s Action Method

Kapitel 1 handelt hauptsächlich von der Action Method, die von Behānce entwickelt wurde und dort erfolgreich eingesetzt wird. Dabei wird jede Aktivität als eigenes Projekt angesehen. Für ein Projekt werden nun jeweils Action Steps, Backburner Items und References angelegt. Der Fokus liegt dabei darauf immer Action Steps zu generieren, zu priorisieren und abzuarbeiten.
Ich finde dieses Ansatz nicht schlecht und auch wenn ich jetzt trotzdem nicht komplett danach arbeite, habe ich ein paar Ideen daraus benutzt um mein eigenes System zu verbessern.
Weitere Themen in diesem Kapitel sind ausserdem die Durchführung von Meetings mit Hilfe der Action Method, wie man mit Veränderung umgeht und vor allem wie man die richtige Umgebung und die richtige Einstellung für seine Arbeit findet.

Die Community

Nachdem wir nun wissen, wie wir mit unseren Ideen umgehen, schreibt Scott im zweiten Kapitel über die Menschen, die an einem Projekt beteiligt sind. Das sind ausdrücklich nicht nur die direkten Team-Mitglieder, sondern auch Eltern, Freunde und Bekannte.
Ideen wachsen und gedeihen erst, wenn sie mit anderen besprochen werden und dabei ist es besonders wichtig soviele unterschiedliche Meinungen zu erhalten wie möglich. Scott gibt dazu Tipps wie man sein Netzwerk aufbaut, die Kommunikation mit ihm regelt und auch das Feedback wieder in die eigene Arbeit einfließen lässt.

Das Team und sich selbst führen

Im dritten und letzten Teil dreht sich nun alles um die richtige Zusammenarbeit im Team. Wann ist das Team motiviert? Wie trifft man im Team Entscheidungen? Diese Fragen und weitere rund um das Management des Teams beantwortet Scott hier.
Nach dem Team muss man nur noch eins in den Griff bekommen: sich selbst. Making Ideas Happen gibt am Ende des Kapitels Hilfestellungen um mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten, Ängste und Unsicherheiten umzugehen. Und auch noch um einen Schritt weiter zu gehen und seine Grenzen zu sprengen.

Fazit

Making Ideas Happen ist meiner Meinung nach ein Buch, das Augen öffnen kann und wird. Es ist nicht nur für kreative Freiberufler oder angehende Gründer geeignet. Die beschriebenen Praktiken können in wirklich jedem Umfeld genutzt werden.
Scott hat mich auf wichtige Details und Möglichkeiten zur Verbesserung hingewiesen. Und er hat mir auch immer wieder die Bestätigung gegeben, dass ich in einigen Belangen schon auf dem richtigen Weg war.

Unbedingt lesen!

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