Archive - Oktober, 2011

Lion 10.7.2 und Philips Fernseher mit Farbproblemen

Mein Mac Mini ist über HDMI an einen etwas älteren Philips Fernseher (32PFL5604H) angeschlossen und bis zum letzten Update hatte ich auch keine Probleme. Direkt nach dem Update auf OS X 10.7.2 traten aber in unregelmäßigen Abständen Probleme mit den Farben auf. Der Fernseher zeigte alles in Cyan und Magenta an. Manchmal dauerte dieses Phänomen nur 20 bis 30 Sekunden, oft aber länger.

Apple hat sich anscheinend entschieden den entsprechenden Ordner komplett zu löschen nachdem es Probleme mit überhaupt nicht erkannten Philips Fernsehern gab. Genau das führt jetzt aber bei mir zu den Farbproblemen.

Use at your own risk!

Nach einigen erfolglosen Versuchen  mit Tipps aus Foren, ich habe mir sogar eine eigene .plist-Datei erstellt, habe ich eine Datei im Internet gefunden, die mir hilft. Ich musste das Zip-Archiv nur entpacken und den enthaltenen Ordner nach /System/Library/Displays/Overrides/ verschieben. Viel einfacher geht es wirklich nicht.

Ich weiss nicht mit welchen anderen Philips Fernsehern diese Datei funktioniert. Also kann ich nur davor warnen sie einzusetzen ohne dass zumindest ein anderer Monitor zu Verfügung steht, wenn der Fernseher gar nicht mehr erkannt werden sollte.

 

Doodlers, unite!

Sunni Brown ist Co-Autorin von Gamestorming: A Playbook for Rule-breakers, Innovators and Changemakers und Anführerin der sogenannten Doodle Revolution. Sie zeigt in ihrem TED Talk warum schon zielloses Kritzeln die Aufnahme von Informationen erleichtern und Kreativität steigern kann. Sie will mit dem Vorurteil aufräumen, dass diese oft unpassend erscheinenden Zeichnungen reine Zeitverschwendung sind. Stattdessen sollte laut Sunni folgende Definition gelten:

to doodle: to make spontaneous marks to help yourself think

Schon während meinem Studium habe ich meine Skripte immer vollgemalt und auch jetzt werden meine Blöcke noch am Rand und zwischen dem Text “verziert”. Nachdem meine Kommilitonen und Kollegen jahrelang über diese Angewohnheit geschmunzelt haben, tut es ganz gut einmal die Bestätigung zu bekommen nicht ganz falsch zu liegen. Natürlich war es für mich keine Frage der Doodle Revolution sofort beizutreten und das Manifest zu unterzeichnen.

Der Talk ist nicht einmal 6 Minuten lang, aber das ist gut investierte Zeit.

Übrigens erscheint im nächsten Jahr Sunni’s zweites Buch, The Doodle Revolution. Auf meiner Leseliste für 2012 steht es auf jeden Fall schon ganz weit oben.

Barcamp Stuttgart 4: Ein Rückblick

Wie angekündigt hat Anfang Oktober das vierte Stuttgarter Barcamp stattgefunden. Ich konnte auch dieses Jahr wieder teilnehmen und habe ein in meinen Augen schwer zu übertreffendes Barcamp erlebt.

Vorabendparty am Freitag

Die Kennenlernparty fand dieses Jahr im Graf Zeppelin Hotel mitten in Stuttgart statt. Weil Markus, Michael und Tobias, mit denen ich mitgefahren bin, aus Nürnberg angereist sind, kamen wir erst später dort an. Schon während der Fahrt haben wir per Twitter erfahren, dass es schwierig werden würde noch etwas zu essen zu bekommen. Und tatsächlich war das Buffet kurz vor 21 Uhr komplett leer.

Jan hat uns zwar versprochen, dass bald Nachschub kommt, aber uns hat auch die Atmosphäre in diesem schicken Konferenzraum nicht gefallen, und so haben wir beschlossen zu viert essen zu gehen. Markus konnte per Qype einen nahe gelegenen Perser finden und so haben wir nach einem kurzen Fußmarsch dort unser Abendessen bekommen. Das Restaurant war sehr gemütlich, der Service sehr gut und das Essen noch besser. Wir hatten also auch so noch einen gelungene Abend und das Buffet im Hotel war schnell vergessen.

Am Samstag ging es richtig los

Für uns ging das Barcamp also erst am Samstag richtig los. Aber auch das hat etwas länger gedauert als erwartet.
Jan hat sich dazu entschlossen die Sponsoren noch vor der Vorstellungsrunde einzeln in einer kurzen Präsentation vorzustellen. Ihre anwesenden Mitarbeiter wurden persönlich begrüßt und einige griffen bei der Gelegenheit auch zum Mikrofon. Das ist eine wirklich gute Idee um eine Förderung des Barcamps für die Sponsoren attraktiver zu machen.

Ich ließ den Rest des Tages dann auch gemütlich angehen, packte nicht viele Sessions in meinen Plan und nutzte die Zeit mehr zum Entspannen und für interessante Diskussionen zwischen den Sessions.

Am Nachmittag besuchte ich nur eine Session zu Scrum und eine über Kanban. Die Scrum-Session war für meinen Geschmack ziemlich theoretisch und einige grundlegende Konzepte wie die Aufteilung der Rollen konnten in der kurzen Zeit gar nicht angesprochen werden. Bei Kanban ging es etwas lebendiger und praktischer zu. Auch die Diskussionen waren intensiver.
Abends habe ich mich noch Markus und Michael beim Mobile Photowalk angeschlossen. Der war zwar kurz aber ganz witzig und ein paar gute Fotos sind auch entstanden. Zum Abschluss des Tages gab Jingjing ein chinesisches Lied begleitet auf einer iPad-Gitarre zum Besten und spielte ein paar klassische Lieder auf dem Flügel des Literaturhauses.

Schwerpunkt Outsourcing am Sonntag

Den zweiten Tag beherrschte das Thema Offshore-Outsourcing mit gleich zwei Sessions.
Vom Sponsor eQuadriga gab es Tipps woran man Projekte erkennen kann, die man auf keinen Fall offshore erledigen lassen sollte. Stefan Peter Roos von Proud Sourcing moderierte direkt im Anschluss eine intensive Diskussionsrunde über Methoden zur Zusammenarbeit mit Offshore-Teams.
Eine Session zum agilen Schätzen in Softwareprojekten und eine über Business Model Generation haben meinen Tag abgerundet.

Nächstes Jahr wieder

Dieses Barcamp war aus fast allen Gesichtspunkten das Beste, an dem ich teilgenommen habe. Location und Catering waren bis auf kleinere Probleme, die aber Jan in seinem Blog sehr gut erläutert, einwandfrei. Die Sessions waren von Inhalt und Anspruch her sehr gut. Mit so vielen für meinen Beruf relevanten Themen hätte ich nicht gerechnet. Und zuletzt war die Mischung der Teilnehmer super. Ich konnte alte Freunde wieder sehen, hatte viele anregende Gespräche und konnte auch den ein oder anderen neuen Kontakt knüpfen.

Es hat sich also wirklich gelohnt ein zweites Mal in Stuttgart dabei zu sein und ich bereue es nicht eines der neu eingeführten Fördertickets gekauft zu haben. Nach Möglichkeit werde ich mir das 5. Stuttgarter Barcamp nächstes Jahr auch nicht entgehen lassen.

Stay Hungry. Stay Foolish.