Barcamp Stuttgart 4: Ein Rückblick

11. Oktober 2011 — Leave a comment

Wie angekündigt hat Anfang Oktober das vierte Stuttgarter Barcamp stattgefunden. Ich konnte auch dieses Jahr wieder teilnehmen und habe ein in meinen Augen schwer zu übertreffendes Barcamp erlebt.

Vorabendparty am Freitag

Die Kennenlernparty fand dieses Jahr im Graf Zeppelin Hotel mitten in Stuttgart statt. Weil Markus, Michael und Tobias, mit denen ich mitgefahren bin, aus Nürnberg angereist sind, kamen wir erst später dort an. Schon während der Fahrt haben wir per Twitter erfahren, dass es schwierig werden würde noch etwas zu essen zu bekommen. Und tatsächlich war das Buffet kurz vor 21 Uhr komplett leer.

Jan hat uns zwar versprochen, dass bald Nachschub kommt, aber uns hat auch die Atmosphäre in diesem schicken Konferenzraum nicht gefallen, und so haben wir beschlossen zu viert essen zu gehen. Markus konnte per Qype einen nahe gelegenen Perser finden und so haben wir nach einem kurzen Fußmarsch dort unser Abendessen bekommen. Das Restaurant war sehr gemütlich, der Service sehr gut und das Essen noch besser. Wir hatten also auch so noch einen gelungene Abend und das Buffet im Hotel war schnell vergessen.

Am Samstag ging es richtig los

Für uns ging das Barcamp also erst am Samstag richtig los. Aber auch das hat etwas länger gedauert als erwartet.
Jan hat sich dazu entschlossen die Sponsoren noch vor der Vorstellungsrunde einzeln in einer kurzen Präsentation vorzustellen. Ihre anwesenden Mitarbeiter wurden persönlich begrüßt und einige griffen bei der Gelegenheit auch zum Mikrofon. Das ist eine wirklich gute Idee um eine Förderung des Barcamps für die Sponsoren attraktiver zu machen.

Ich ließ den Rest des Tages dann auch gemütlich angehen, packte nicht viele Sessions in meinen Plan und nutzte die Zeit mehr zum Entspannen und für interessante Diskussionen zwischen den Sessions.

Am Nachmittag besuchte ich nur eine Session zu Scrum und eine über Kanban. Die Scrum-Session war für meinen Geschmack ziemlich theoretisch und einige grundlegende Konzepte wie die Aufteilung der Rollen konnten in der kurzen Zeit gar nicht angesprochen werden. Bei Kanban ging es etwas lebendiger und praktischer zu. Auch die Diskussionen waren intensiver.
Abends habe ich mich noch Markus und Michael beim Mobile Photowalk angeschlossen. Der war zwar kurz aber ganz witzig und ein paar gute Fotos sind auch entstanden. Zum Abschluss des Tages gab Jingjing ein chinesisches Lied begleitet auf einer iPad-Gitarre zum Besten und spielte ein paar klassische Lieder auf dem Flügel des Literaturhauses.

Schwerpunkt Outsourcing am Sonntag

Den zweiten Tag beherrschte das Thema Offshore-Outsourcing mit gleich zwei Sessions.
Vom Sponsor eQuadriga gab es Tipps woran man Projekte erkennen kann, die man auf keinen Fall offshore erledigen lassen sollte. Stefan Peter Roos von Proud Sourcing moderierte direkt im Anschluss eine intensive Diskussionsrunde über Methoden zur Zusammenarbeit mit Offshore-Teams.
Eine Session zum agilen Schätzen in Softwareprojekten und eine über Business Model Generation haben meinen Tag abgerundet.

Nächstes Jahr wieder

Dieses Barcamp war aus fast allen Gesichtspunkten das Beste, an dem ich teilgenommen habe. Location und Catering waren bis auf kleinere Probleme, die aber Jan in seinem Blog sehr gut erläutert, einwandfrei. Die Sessions waren von Inhalt und Anspruch her sehr gut. Mit so vielen für meinen Beruf relevanten Themen hätte ich nicht gerechnet. Und zuletzt war die Mischung der Teilnehmer super. Ich konnte alte Freunde wieder sehen, hatte viele anregende Gespräche und konnte auch den ein oder anderen neuen Kontakt knüpfen.

Es hat sich also wirklich gelohnt ein zweites Mal in Stuttgart dabei zu sein und ich bereue es nicht eines der neu eingeführten Fördertickets gekauft zu haben. Nach Möglichkeit werde ich mir das 5. Stuttgarter Barcamp nächstes Jahr auch nicht entgehen lassen.

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