Witzig gemachtes Video, das die Vorzüge von Google auf den eigenen Freund überträgt. Es macht allerdings auch etwas nachdenklich.
Mein erster Webmontag in Stuttgart
Gestern Abend war ich das erste Mal bei einem Webmontag in Stuttgart. Wir waren zu Gast bei Coworking0711 und unterhielten uns über Trip- und Event-Seiten, das Barcamp, den Blog Action Day, GTUG Campout und Diaspora.
Auf dem Weg zum Coworking Space bin ich der beginnenden Montagsdemo gegen Stuttgart21 ausgewichen und kam gegen 19 Uhr an. Anfangs waren nur wenige Teilnehmer da und es dauerte auch einige Zeit bis kurz vor 19:30 Uhr knapp 20 Teilnehmer den Raum füllten.
Im Vorfeld wurde erstaunlich wenig gesprochen und eine Vorstellungsrunde fand auch nicht statt. Wir einigten uns noch kurz auf #wmstgt als Hashtag und dann ging es auch schon mit den Vorträgen los.
Trips & Events
Weil Nokia angekündigt hat Dopplr nicht mehr weiterzuentwickeln, hat sich Dirk Haun Alternativen zu Trip- und Event-Seiten angesehen. Im Gespräch waren TripIt, Upcoming, Lanyrd, die Ticketing Systeme Amiando und Eventbrite und natürlich die “klassischen” Plattformen Facebook und Xing.
Die darauffolgende Diskussion ging eher über die Planung von Events mit Hilfe der sozialen Netze. Richtig einigen konnten wir uns aber nicht. Facebook dominiert zwar, aber je nach Zielgruppe kann jede Alternative seine Nische finden.
Barcamp Stuttgart 3
Jan Theofel stellt uns danach seinen Rückblick auf das dritte Barcamp in Stuttgart vor. Er ging auf die verschiedenen Aspekte der Vorbereitung des Barcamps ein, brachte einige interessante Statistiken (Frauenquote nur 12%) und lobte das Literaturhaus als gut geeigneten Veranstaltungsort.
Etwas kritisch sieht Jan die Situation der Sponsoren. Welche zu finden fällt zwar relativ leicht, aber einen unmittelbaren Vorteil ziehen nur wenige daraus. Das liegt laut Jan stark daran, dass wenige Blogger die Sponsoren namentlich aufführen oder gar verlinken. Allerdings sieht er da auch noch Verbesserungspotential bei der Organisation.
Einen kleinen Vorgeschmack auf nächstes Jahr gab uns Jan auch noch. Das Literaturhaus wird wahrscheinlich wieder der Veranstaltungsort, es soll ein Special ähnlich der Massage vom vorletzten Barcamp gaben und eventuell wird auch eine Art Erkundungstour durch Stuttgart angeboten.
Daniel Schmid zeigte uns noch ein paar Fotos und ging zum nächsten Thema über.
Blog Action Day 2010 – Water
Der Blog Action Day findet jedes Jahr statt. Ziel ist, dass möglichst viele Blogger gleichzeitig über ein und dasselbe Thema schreiben. Die Themen sind üblicherweise von globaler Bedeutung und weisen auf einen Missstand hin. Dieses Jahr soll am 15. Oktober über Wasser gebloggt werden. Warum erklärt folgendes Video.
Stille Post beim GTUG Campout
Der nächste Vortragende war Thomas Bachmann, der mit uns Stille Post einmal anders spielen wollte. Beim diesjährigen Campout der Google Technology User Groups (GTUG) war für ein Wochenende HTML5 das große Thema. Jede Usergroups sollte möglichst viele der neuen Möglichkeiten möglichst eindrucksvoll in einem Projekt verwenden. Die Stuttgarter entschieden sich dafür Stille Post leicht abzuändern, es mit Zeichnen zu verbinden und daraus ein Online-Spiel zu machen.
Das ganze hörte sich ganz witzig an, auch wenn die live Demo zusammen mit Markus Knittig nicht so richtig funktionierte. Der Vorführeffekt war auf einige Neuerungen vom Wochenende zurückzuführen. Trotzdem konnten wir einen guten Eindruck davon bekommen und auf stillepost.knittig.de steht die aktuellste, hoffentlich fehlerbereinigte Version zum Ausprobieren bereit.
Diaspora
Die letzte Diskussion, bei der ich anwesend war, drehte sich um Diaspora. Thomas hat es sich installiert um es zu testen. Sein erster Eindruck war erwartungsgemäß schlecht. Die Installation war schwierig, weil Diaspora auf Ruby on Rails basiert und auch sonst viele noch exotische Komponenten einsetzt. Da das Netzwerk eigentlich erst wirklich effektiv wird, wenn möglichst viele Server existieren, hilft die aufwendige Installation sicher nicht.
Großes Interesse bestand auch an der Technologie und den Protokollen im Hintergrund. Leider konnte Thomas uns keine gesicherten Informationen geben. Im Internet war aber die Verwendung eines eigenen Protokolls einer der Hauptkritikpunkte.
Positiv ist dagegen, dass Diaspora es mit den zentral eingesetzten “Aspekten” eine Funktion zur Verwaltung unterschiedlicher Freundeskreise zur Verfügung stellt. Ebenfalls gut angekommen ist die geplante Möglichkeit seine Daten von einem Server später vollständig auf einen anderen zu migrieren.
Leider war für mich an diesem Punkt Schluss. Ich musste kurz nach 21:00 Uhr gehen, weil ich sonst meinen Zug verpasst hätte. Es war ein interessanter Abend und ich freue mich auf den nächsten Webmontag am 13. Dezember.
Zweite Chance für Google Wave
Google hat das Projekt Wave vor Kurzem für gescheitert erklärt und wird nur noch dafür sorgen, dass die User ihre Daten sichern können.
Etwas überraschend kommt jetzt die Ankündigung Wave eine zweite Chance zu geben. Eine funktionsfähige Applikation namens Wave in a Box soll als Open Source Projekt zur Verfügung gestellt werden. Zumindest die Technologie hinter Wave kann damit von einer Community weiterverwendet und vielleicht zu einem erfolgreicheren Produkt weiterentwickelt werden.
Aufbauend auf den sowieso schon veröffentlichten Code von Wave, wird Wave in a Box zu einer Applikation, die zwar nicht die volle Funktionalität vom aktuellen Google Wave hat, aber eine solide Basis für die Community darstellt.
While Wave in a Box will be a functional application, the future of Wave will be defined by your contributions. We hope this project will help the Wave developer community continue to grow and evolve.
Meiner Meinung nach ist das genau der richtige Schritt zum Abschluss des Projekts. Wave war und ist ein faszinierender Ansatz zur Revolution der Kommunikation. Google hat es leider versäumt ein wirklich sinnvolles Produkt auf die Beine zu stellen, das die anfängliche Begeisterung weiter ausnutzen konnte. Der holprige Start und die mangelnde Integration in bestehende Dienste haben da sicher nicht geholfen.
Vielleicht hat jetzt ja ein findiger Entwickler wirklich eine gute Idee, wie man Wave in a Box weiter ausbauen und nutzen kann. Ich fände eine entsprechende Applikation sicher sehr spannend!
Extensions für meinen Chrome
An sich bin ich kein großer Fan von Erweiterungen. Ich mag es, wenn mein Browser schlank und schnell bleibt. Aber ein paar grundlegende Extensions habe ich meinem Chrome dann doch gegönnt.
- Google Mail Checker – Ich verpasse ungern neue E-Mails und damit muss ich nicht dauernd ein Tab für Google Mail offen haben.
- Chromicious – Für mich die beste Delicious-Extension. Zeigt die letzten Bookmarks an und ermöglicht die Suche ohne einfach nur auf die Seite weitergeleitet zu werden.
- Google Reader Notifier – Hier gilt dasselbe wie für den Mail Checker: Ich bin immer auf dem Laufenden und habe ein Tab weniger offen.
- IETab – Leider gibt es immer noch Seiten, die rein auf den Internet Explorer optimiert sind. Mit dieser Extension läuft die IE Engine in einem Chrome Tab.
- Screen Capture – Einfaches Tool für Screenshots. Man kann wahlweie den sichtbaren Bereich einer Seite, nur einen bestimmten Ausschnitt oder, was wirklich nützlich ist, die gesamte Seite abspeichern.
- RSS Abonnement – Findet diese Extension einen RSS Feed auf einer Seite, kann man diesen über ein RSS-Symbol in der URL-Leiste direkt zu seinem Reader hinzufügen.
- Send from GMail – Ich hasse es, wenn sich bei einem Klick auf einen
mailto-Link irgendein lokal installiertes Mailprogramm öffnet. Damit ist endlich Schluss. - AdBlock – Ohne einen vernünftigen Blocker von zuviel lästiger Werbung geht einfach gar nichts.
- Deaktivierungs-Add-on von Google Analytics – Ich nutze zwar viele Google Dienste, aber alles muss man ihnen trotzdem nicht auf dem Silbertablett servieren.
Für den Moment reichen mir diese Extensions, aber natürlich bin ich für neue Vorschläge immer offen und freue mich über jede Empfehlung.
